Wir haben ein in Europa in der Verpackungsindustrie konsequentes Konzept: Die umfassende Verwertung des Rohstoffs Holz – angefangen von der Rinde bis zum letzten Span. Und dies bestmöglich: Rinde wird in den unternehmenseigenen Kraftwerken in CO2-neutrale Energie umgewandelt, Sägespäne und Hackschnitzel für Palettenklötze, hochwertige Briketts und Pellets verwendet. Zusammen mit der unternehmenseigenen Produktion der Palettennägel können wir so große Mengen kostengünstig und mit hoher Qualität produzieren. So sind wir krisensicher aufgestellt und können auch unter wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen zuverlässig liefern. Gleichzeitig ermöglicht uns die autarke, integrierte Produktion eine große Bandbreite an Produkten in den Bereichen Paletten, Bio-Brennstoffe, Schnittholz sowie Garten- und Fräsprodukte.
Holz ist ein wertvoller Rohstoff, den es achtsam zu nutzen gilt. Auch, wenn es um die Produktion von Paletten oder andere Produkte geht. Unser Anspruch ist deshalb klar formuliert: Wir nutzen jeden Stamm so umfassend wie möglich.
Um dies zu realisieren, haben wir in modernste Technologie investiert: Alle Baumstämme werden mit modernen Harvestermaschinen geerntet und dann ins Werk transportiert. Dort werden sie entrindet und anschließend mittels Laser- und Kameratechnik in der Vollkontur vermessen. Die so gewonnenen Daten sind die Grundlage für die weitere Verarbeitung im Sägewerk und die Abrechnung mit den Lieferanten.
Aus den Brettern werden hochwertige Holzpaletten, Fräs- und Gartenprodukte hergestellt. Auch Hobelware für den Export wird produziert. Die dabei anfallenden Späne und Hackschnitzel werden getrocknet und zu hochwertigen Bio-Brennstoffen sowie zu Palettenklötzen weiterverarbeitet.
Die benötigte Energie für die Trocknung der Späne und der Paletten wird ebenfalls vor Ort produziert – und zwar aus der Baumrinde der Stämme, die in unseren eigenen Heizkraftwerken verwertet wird. Zudem speisen wir grünen Strom EEG-konform ins öffentliche Stromnetz ein.
Von der Anlieferung der Stämme bis zur fertigen Palette vergehen in der Regel gerade einmal 24 Stunden, bevor sie gemäß ISPM 15-Anforderungen für bis zu 48 Stunden getrocknet werden. Und dies auch unter wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen. Denn dank unseres einzigartigen Konzepts können wir weitestgehend autark von externen Dienstleistern und Lieferanten agieren. Von der Ernte bis zur Palette arbeiten dabei alle Hand in Hand.
Der Wald leisten einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Sie binden CO2, wirken regulierend auf das Klima und bieten Tieren einen wichtigen Lebensraum.
Ihn zu schützen und zu erhalten, haben wir uns zum Ziel gesetzt.
Bei der Rohstoffbeschaffung setzen wir deshalb auf Mercer Holz, unsere Holzeinkaufsorganisation für alle deutschen Produktionsstandorte von Mercer International.
Unser Schwesterunternehmen bietet kompetente Beschaffungs-, Holzernte- und Logistikdienstleistungen für alle deutschen Mercer-Standorte sowie für Drittkunden an.
Genau wie wir hat sich Mercer Holz dabei strengen Nachhaltigkeitsregeln verpflichtet und übernimmt ausschließlich Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern – unabhängig davon, ob es sich um einen Staatsforst oder einen Privatwald handelt.
In unseren zwei Sägewerken werden jährlich bis zu 1,1 Millionen Festmeter Holz zu Schnittholz für die eigene Palettenproduktion und den Export verarbeitet.
Jedes Sägewerk ist optimal für den Einschnitt der 2,40 – 4,00m langen Stämme ausgerüstet: Im Schwachholzsägewerk wird mit zwei HewSaw R200 Sägelinien Rundholz mit kleineren Durchmessern eingeschnitten. Eine LINCK Spaner-Reduzierkreissägenanlage verarbeitet im Online-Betrieb das mittelstarke Rundholz, während eine EWD Doppel-Quadro-Bandsägenlinie, mit vorgeschaltetem CT-Log, das Starkholz, ebenfalls im Online-Betrieb, zu Schnittholz verarbeitet. Mit modernster Scanner- und Messtechnologie werden die Sägelinien elektronisch gesteuert, um ein Maximum an Ausbeute aus dem eingeschnittenen Rundholz herauszuholen.
Wir sind stolz darauf, Europas Marktführer für EPAL-Paletten zu sein und über den größten Produktionsstandort für Paletten zu verfügen. Unsere Produktionskapazität liegt bei bis zu 50.000 Paletten täglich in gleichbleibend hoher Qualität.
Möglich wird dies durch moderne Technologie und hochautomatisierte Abläufe. So werden die Paletten auf Fertigungstraßen automatisch zusammengebaut und stehen dann für die Trocknung bereit.
Dank unserer autarken Produktion und der damit einhergehenden weitestgehenden Unabhängigkeit von externen Lieferanten und Dienstleistern werden Bestellungen unterschiedlichster Ladungsträger zuverlässig und schnell realisiert und die Ladungsträger termingerecht geliefert.
Die hohe Qualität der EPAL-Ladungsträger stellen wir in Zusammenarbeit mit EPAL Deutschland e.V. sowie durch unser eigenes Qualitätsmanagement sicher.
11 Bretter, 9 Klötze und 78 Spezialnägel – alle hergestellt und produziert in Torgau. So agieren wir weitestgehend unabhängig von externen Dienstleistern und Lieferanten – zum Vorteil für unsere Kunden.
Dabei nutzen wir die Späne, die in unserem Werk anfallen, für die Produktion der Palettenklötze. Sie werden vor Ort gepresst und getrocknet.
Für die Spezialnägel kaufen wir Rohdraht zu. Dieser wird in unserer eigenen Nagelproduktion mit modernen Maschinen zu Nägeln gestanzt. Um den hohen Eigenbedarf zu decken, produzieren wir täglich bis zu 20 Tonnen Nägel. Sie sind von der EPAL zertifiziert und für die Verwendung für Europaletten zugelassen. Alle Nägel unterliegen regelmäßigen strengen Qualitätskontrollen.
In jeder Europalette müssen mindestens 78 Spezialnägel verbaut werden, um die Stabilität der Palette garantieren zu können. Um diesen hohen Bedarf an Nägeln abzudecken, produzieren wir bis zu 20 Tonnen Nägel pro Tag direkt vor Ort.
Hierzu wird Rohdraht genutzt, welcher in modernen Spezialmaschinen zu Nägeln gestanzt wird. Die von uns produzierten Nägel sind von der EPAL zertifiziert und für die Verwendung für Europaletten zugelassen. Sie unterliegen regelmäßigen strengen Qualitätskontrollen.
Bis auf wenige Ausnahmen erfüllen alle Paletten von Mercer Torgau die Anforderungen des ISPM 15 Standards. Mit dem „Internationalen Standard für Pflanzengesundheitliche Maßnahmen für Holzverpackungen im internationalen Warenverkehr“ soll verhindert werden, dass Holzschädlinge in andere Ökosysteme importiert werden. Um die Standards zu erfüllen, sind verschiedene Maßnahmen möglich – beispielsweise eine entsprechende Hitzebehandlung.
Unsere Paletten werden dazu in den größten in Europa installierten Kanaltrocknern sowie in neun Trockenkammern auf die geforderte Holzfeuchte getrocknet und gemäß der IPPC-Richtlinien (ISPM 15) behandelt. Pro Jahr können so bis zu 17 Millionen Paletten getrocknet werden. Das entspricht einer jährlichen Trockenleistung von 720.000m³.
Die dafür benötigte Energie beziehen wir zu 100% aus regenerativer Energie, die in den betriebseigenen Biomasse-Heizkraftwerken CO2-neutral erzeugt wird.
In unseren eigenen EEG zertifizierte Kraftwerke produzieren in unserem Werk regenerative Energie aus Baumrinde und Waldrestholz – sogenannten nachwachsenden Rohstoffen (NaWaRo). Die 7 Kessel produzieren bis zu 1.200 MWh Wärme am Tag. Sie wird für die Trocknung der Paletten, des Schnittholzes und der Späne genutzt. Die drei Turbinen in den Kraftwerken produzieren zusätzlich pro Jahr etwa 90 Gigawattstunden (GWh) Strom. Dies deckt entspricht ungefähr dem Strombedarf des Werks und würde ebenfalls ausreichen, um 30.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.
Sowohl Strom als auch Wärme sind zu 100% regenerativ. Der Strom wird zu 100% EEG-konform ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Die in unserem Werk anfallenden Sägespäne sind für uns ein wertvoller Rohstoff – beispielsweise zur Herstellung von nachhaltigen und hochwertigen Biobrennstoffen.
Hergestellt werden die Bio-Brennstoffe nur durch das Pressen der Späne. Sie sind frei von Chemikalien und liefern als reines Naturprodukt saubere und wohlige Wärme.
Alle Bio-Brennstoffe unseres Unternehmens sind nach ENplus zertifiziert. Das Qualitätssiegel stellt hohe Anforderungen an Produktion, Qualitätssicherung, Kennzeichnung, Logistik, und Lagerung der Briketts. So möchten wir Handel und Verbrauchern mehr Sicherheit und Orientierung bei der Wahl ihrer Bio-Brennstoffe geben.
In unserem zweiten Standort Dahlen in der Nähe von Torgau produzieren wir hochwertige Holzprodukte für den Garten – angefangen von Sichtschutz über klassische Zäune und Pergolasysteme über Böden bis hin zu Spielgeräten wie Kletterschaukeln und Sandkästen.
Das Holz für diese Produkte stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.
Der Vertrieb findet über Partner wie beispielsweise Baumärkte statt. Damit können Verbraucher bundesweit aus unserem hochwertigen Gartensortiment wählen.
Logistik ist bei uns kein Nebenprozess, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor. Dank unseres engagierten Teams und moderner Infrastruktur meistern wir täglich die Herausforderungen einer effizienten Lieferkette.
Jeden Tag bewegen sich in unserem Werk bis zu 95 Fahrzeuge – vom Jumbo-Lkw über Radlader und Bagger bis hin zu Gabelstaplern. Sie sorgen dafür, dass der Rohstoff Holz und unsere Produkte auf dem Werksgelände transportiert werden.
Zwischen 60 bis zu 100 Lkw verlassen täglich unser Werk, beladen mit Paletten, Schnittholz und Bio-Brennstoffen. Unsere Produkte erreichen so zuverlässig Kunden und Wiederverkaufsstellen in ganz Deutschland.
Pro Monat starten zudem bis zu vier Ganzzüge vom Hafen Torgau aus und transportieren Schnittholz zu deutschen Seehäfen – ein wichtiger Baustein für unsere internationale Logistikkette.
Logistik ist bei uns mehr als Transport: Sie verbindet Menschen, Prozesse und Märkte – jeden Tag auf’s Neue.
Mercer Torgau verfügt über mehr als 50.000 m2 Lagerfläche, die für die unterschiedlichen Produkte genutzt werden. So betreiben wir ein FiFo-Lager für Schnittholz, Sortimentslager für Garten- und Fräsprodukte und natürlich Lager für unsere Bio-Brennstoffe. Kunden profitieren von den hohen Lagerkapazitäten doppelt: Bestellungen werden schnell kommissioniert und bei Bedarf kurzfristig ausgeliefert, zudem können unsere Lager als Konsignationslager genutzt werden.
Einen Teil der Lagerfläche nutzen wir zudem für uns: Die zentrale Lagerhaltung ermöglicht die schnelle Bereitstellung der benötigten Werkzeuge und Materialen, die wir innerhalb unseres Unternehmens brauchen.
Sämtliche Schneid- und Fräswerkzeuge werden in unserer eigenen Werkzeugschleiferei repariert, aufgearbeitet und geschärft.
Hierfür stehen uns modernste computergesteuerte Werkzeugmaschinen, wie Schleifroboter, Lötautomaten sowie Kettenschärfmaschinen zur Verfügung. Alle Werkzeuge werden mit einem maschinenlesbaren QR-Code versehen, um Wartungsintervalle effektiv planen zu können und somit die Qualität unserer Produkte stets sicherzustellen.
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