Wir begegnen den Menschen immer im Leben. Das ist ein Grundsatz, den Melanie und Marc teilen. Beide arbeiten als Koordinationsfachkräfte im ambulanten Hospizdienst der Malteser. Warum sie sich für diesen Berufsweg entschieden haben, ist für beide eindeutig: Sie wollten einen Job mit Sinn, engeren Kontakt und mehr Zeit mit den Menschen, mit denen sie arbeiten.
Überblick:
Worin liegen die Aufgaben einer Koordinationsfachkraft im ambulanten Hospizdienst?In ihrer Funktion als Koordinationsfachkraft sorgen Melanie und Marc dafür, dass schwerkranke Menschen, Sterbende und Trauernde die Begleitung und Hilfe erhalten, die sie benötigen. In ihrem Arbeitsalltag sind die beiden immer im Austausch mit den Menschen, mit denen sie arbeiten. Hierbei sind sie nicht nur koordinierend, sondern auch beratend zu sozialen und palliativen Themen tätig. Sie sind Ansprechpartner für Pflegekräfte, Sozialdienste, Senioreneinrichtungen oder die spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Sie führen Erstgespräche mit Erkrankten und deren An- und Zugehörigen, vermitteln Ehrenamtliche in die Begleitung. Im Mittelpunkt steht hierbei immer das Bedürfnis des erkrankten Menschen. „Im Erstgespräch ist es für uns wichtig ein Bild davon zu bekommen, wer ist dieser Mensch? Was wird gebraucht und was wird unser Auftrag sein?“ sagt Melanie, „wir spüren in uns rein, welche oder welcher unserer Ehrenamtlichen könnte hier hinpassen? Dann stellen wir den Kontakt her.“ Damit stellt auch die enge Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen einen wichtigen Teil ihrer Arbeit dar. Als Koordinationsfachkraft sind Melanie und Marc Leitungs- und Führungskraft für das Ehrenamt in ihrem jeweiligen Dienst. Sie sind damit für die Gewinnung und adäquate Qualifizierung der Ehrenamtlichen sowie deren Koordination verantwortlich. Supervision der Ehrenamtlichen, Ausbildung und Organisation von Fortbildungen gehören damit zum beruflichen Alltag. Hinzu kommen Netzwerken, Öffentlichkeitsarbeit, aber auch typische Büroarbeiten wie Dokumentation.
Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerbegleitung bei den MaltesernDie Malteser begleiten und unterstützen schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige. Ziel ist es, durch eine ganzheitliche Betreuung einen würdevollen Lebensraum zu schaffen, in dem die Betroffenen ohne Angst vor einer künstlichen Lebensverlängerung oder -verkürzung leben können. Diese Unterstützung kann zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder im Krankenhaus erfolgen. Deutschlandweit bieten die Malteser rund 100 Hospizdienste und 75 Trauerbegleitdienste an, die sich an Menschen aller Altersgruppen richten. Zusätzlich betreiben wir stationäre Hospize, Palliativstationen in Krankenhäusern sowie ambulante Palliativpflege und spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV).
Erfüllend und herausfordernd: Die Besonderheit der Tätigkeit als KoordinationsfachkraftDie enge Zusammenarbeit mit den Menschen, den Begleiteten aber auch den Ehrenamtlichen empfinden Marc und Melanie als besonderes Privileg. „Menschen in dieser letzten Lebensphase zu begleiten ist ein Geschenk an unser eigenes Leben. Es verändert die eigene Einstellung, den Umgang mit der eigenen Endlichkeit.“ Durch den regelmäßigen Austausch und auch dem berufsbedingten Interesse an der Lebensgeschichte der Menschen, mit denen Marc und Melanie zusammenarbeiten, wird die Arbeit sehr intensiv und tiefgründig. Man gäbe viel, bekomme aber auch viel zurück, sagt Marc. Das ist es auch, was beide an ihrem Beruf sehr schätzen: Der abwechslungsreiche Arbeitsalltag und die Tiefe der zwischenmenschlichen Begegnungen. In ihrer Arbeit versuchen sie den Menschen immer zugewandt, aber nicht richtungsweisend zu begegnen – und sie bringen Zeit mit. Damit helfen sie und die Ehrenamtlichen nicht nur den Erkrankten, sondern entlasten auch die Angehörigen.
Natürlich ist die Arbeit auch herausfordernd, besonders emotional, gerade auch durch die Intensität der Begegnungen. Hier hilft der kollegiale Austausch, aber auch eine positive Einstellung, die Melanie und Marc in ihren Alltag einbringen. Der Tod gehört nun mal zum Leben dazu, finden sie. „Wichtig ist, den Fokus auf das Leben zu setzen und die Menschen auch so zu begleiten. Die Menschen, die wir begleiten, in erster Linie in ihrer Ganzheitlichkeit zu betrachten“, sagt Melanie. Aber auch Selbstreflektion hilft, mit den Herausforderungen umzugehen. Sich wieder bewusst zu machen, was die eigene Rolle ist, empathisch zu sein, mitfühlend, aber nicht mitleidend.
Per Quereinstig in die Koordination in der Hospiz- und Palliativarbeit?Melanie und Marc kommen beide ursprünglich aus der Pflege, haben danach ein Hochschulstudium absolviert und dann erstmal in anderen Bereichen gearbeitet. Während Marc die Leitung einer stationären Altenpflegeeinrichtung inne hatte, war Melanie Teamleiterin in einem Wirtschaftsunternehmen. Beide haben bald gemerkt, dass ihnen die Arbeit, die sie bereits in der Pflege im Ansatz kennenlernen durften, fehlt: Menschen in besonderen Lebenssituationen psychosozial zu begleiten, Gespräche anzubieten und Zeit zu schenken.
Die Wege in das Berufsfeld der Koordinationsfachkraft in der Hospiz- und Palliativarbeit sind vielfältig. Sei es über Vorerfahrung im Bereich der Pflege, verschiedene Studiengänge aus dem sozialwissenschaftlichen Umfeld oder dem der Heilpädagogik. In einem dieser Bereiche sollte man eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit nachweisen können. Eine entsprechende Palliative Care-Weiterbildung, die Seminare „Koordination in der Hospizarbeit“ sowie „Seminar zur Führungskompetenz“ sind für alle Koordinationsfachkräfte unerlässlich. Diese Weiterbildungen werden von den Maltesern im Rahmen des Bildungsangebots über die Malteser Akademie angeboten. Eine gewisse Menschenkenntnis und das Vermögen mit Grenzsituationen des Lebens gut umzugehen sowie kommunikative Stärke können im Job ebenfalls hilfreich sein. Je nach Größe des Dienstes ist auch der Aufstieg in leitende Tätigkeit möglich.
Entscheidet man sich für diesen Beruf, sind Vorerfahrungen, wie durch eine Hospitation zum Beispiel in einem ambulanten Hospizdienst oder einem stationären Hospiz, sehr zu empfehlen. Hierdurch lässt sich herausfinden, ob der Inhalt und die Art der Arbeit zu einem passen. Und man muss die Arbeit mit Menschen lieben, das war zumindest der Grund, aus dem sich Marc und Melanie für diesen Berufsweg entschieden haben.
Als Arbeitgeber bieten die Malteser für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger hervorragende Bedingungen. Wir fördern deine Weiterbildung und legen großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Bewerbung verläuft bei uns sehr pragmatisch.
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