Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt betreibt eine der weltweit führenden Teilchenbeschleunigeranlagen für die Grundlagenforschung. Gemeinsam mit internationalen Partnern baut GSI derzeit die neue FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), eines der größten Forschungsprojekte weltweit. GSI und FAIR bieten die Möglichkeit, in einem internationalen Umfeld mit einem engagierten Team zu arbeiten, das sich exzellenter Wissenschaft verpflichtet fühlt.
Im Rahmen des Forschungsprojekts LAser Simulation for Enhanced FUSion Efficiency (LASE-FUSE) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt:
Postdoc (w/m/d) – Entwicklung von Simulationscodes für Hochenergielasersysteme im Kontext der Laserfusion
Referenznummer: 26.75-1700
Projektkontext (LASE-FUSE)
Die Kernfusion wird seit Langem als nachhaltige und nahezu unerschöpfliche Energiequelle angestrebt. Trotz bedeutender Durchbrüche, wie dem an der National Ignition Facility erzielten Nettoenergiegewinn durch Trägheitsfusion (Inertial Confinement Fusion, ICF), bleibt der Weg zu einem wirtschaftlich rentablen Fusionskraftwerk weiterhin herausfordernd.
Eine zentrale Einschränkung aktueller Ansätze, insbesondere solcher auf Basis der indirekten Laserbestrahlung („indirect drive“) von Fusionsbrennstoffkapseln (Targets), liegt in der ineffizienten Umwandlung von Laserenergie in fusionsrelevante Bedingungen.
Konzepte mit direkter Laserbestrahlung („direct drive“) versprechen, diese Einschränkung zu überwinden, indem sie den Zwischenschritt der Röntgenumwandlung eliminieren. Gleichzeitig stellen sie jedoch außergewöhnlich hohe Anforderungen an bestehende und zukünftige Lasertechnologien.
Angesichts der Komplexität solcher Lasersysteme – mit stark nichtlinearen und gekoppelten Prozessen entlang der gesamten Laserkette, von der Verstärkung über die Strahlformung bis hin zur Pulsmodulation – ist die Entwicklung prädiktiver, holistischer Simulationswerkzeuge unerlässlich.
Im Zentrum von LASE-FUSE steht daher die Entwicklung einer umfassenden Simulationsplattform im Sinne eines Digital Twins einer Hochenergie-Laseranlage. Diese Plattform bildet das Verhalten realer Lasersysteme virtuell ab und dient als prädiktives Werkzeug zur Systemanalyse, Optimierung sowie zum schnellen Test neuer Laserkonzepte, die im Projekt entwickelt und evaluiert werden. Ziel ist die Entwicklung eines flexiblen Frameworks, das sämtliche Stufen der Laserkette integriert und eine realitätsnahe Abbildung der Systemdynamik ermöglicht.
Die ausgeschriebene Position spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung und Integration fortgeschrittener numerischer Modelle zur realistischen Simulation von Hochenergielasersystemen im Rahmen von LASE-FUSE.
Ihre Aufgaben:
Ihr Profil:
Wir bieten:
Die Stelle ist befristet auf 4,5 Jahre (54 Monate. Das Gehalt richtet sich nach dem Tarifvertrag TVöD (Bund).
GSI fördert die berufliche Entwicklung von Frauen und begrüßt es, wenn sich Frauen durch die Ausschreibung besonders angesprochen fühlen.
Schwerbehinderte erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.
Weitere Informationen über GSI und FAIR erhalten Sie unter www.gsi.de sowie www.fair-center.eu.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. Yannik Zobus (y.zobus@gsi.de, Tel. +49 6151-71-3381).
Wenn Sie das beschriebene Aufgabenfeld als persönliche Herausforderung ansehen und Interesse haben, in einem außergewöhnlichen internationalen, stark technisch geprägten Umfeld zu arbeiten, senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen inklusive Ihrer Gehaltsvorstellungen, mit Angabe Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins und unter Angabe der Kennziffer 26.75-1700bis spätestens 28.05.2026 über dasOnlineportal auf unserer Webseite:
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Abteilung Personalmanagement
Planckstraße 1
64291 Darmstadt
Datenschutzerklärung
Sie finden die Datenschutzhinweise zu Bewerbungsverfahren hier: www.gsi.de/datenschutzhinweise
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