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Stadt tritt von Verträgen für „Rötlesäcker Nord“ zurück

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Stadt tritt von Verträgen für „Rötlesäcker Nord“ zurück

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen tritt fristgerecht bis zum 31. August 2026 von den bereits beurkundeten Grundstückskaufverträgen im Gebiet „Rötlesäcker Nord“ zurück. Grund ist, dass trotz intensiver Verhandlungen nicht alle für eine geordnete Entwicklung notwendigen Flächen rechtssicher erworben werden konnten.

Basis ist ein Gemeinderatsbeschluss vom 28. April 2026: Demnach sollte der Rücktritt erfolgen, wenn bis zum 31. Mai weder der vollständige Grunderwerb gelingt noch alle Eigentümer einer Verlängerung des Rücktrittsrechts zustimmen. Dieser Fall ist nun eingetreten.

Für den rund 3,8 Hektar großen Bauabschnitt sind 30 private Grundstücke erforderlich. Die Stadt konnte 18 notarielle Kaufverträge abschließen und damit 27 Flächen sichern. Für drei Grundstücke kam trotz zahlreicher Gespräche keine Einigung zustande.

Gleichbehandlung als Leitprinzip

Verwaltung und Gemeinderat hielten konsequent am Grundsatz der Gleichbehandlung fest. Sonderregelungen zulasten der Allgemeinheit oder bereits verkaufsbereiter Eigentümer wurden ausgeschlossen. Zwar stimmte die Mehrheit einer Fristverlängerung zu, doch da die Zustimmung aller erforderlich war und ein Eigentümer ablehnte, scheiterte dieser Weg.

„Wir haben bis zuletzt intensiv an einer Gesamtlösung gearbeitet“, sagte Oberbürgermeister Otto Ruppaner. Eine wirtschaftliche und rechtssichere Entwicklung sei jedoch nur möglich, wenn alle Schlüsselgrundstücke verfügbar sind. Der Rücktritt sei daher kein Kurswechsel, sondern die Umsetzung des beschlossenen Vorgehens.

Rötlesäcker bleiben strategisch wichtig

Eine Teilentwicklung ohne die fehlenden Flächen gilt als nicht sinnvoll: Sie würden sowohl die Grundstückszuschnitte als auch eine wirtschaftliche Erschließung erheblich beeinträchtigen. Zudem kann die Stadt angesichts der Haushaltslage den bisherigen Grunderwerb und Planungskosten nicht dauerhaft vorfinanzieren.

Die Entwicklungsabsichten für die „Rötlesäcker“ bestehen jedoch fort. Aufgrund ihrer Lage bleiben die Flächen für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt von hoher Bedeutung. Die Stadt will die Entwicklung weiter beobachten und erneut aktiv werden, sobald alle Grundstücke verfügbar sind. Parallel laufen städtebauliche Planungen sowie Überlegungen im Zusammenhang mit dem Fraunhofer-Institut weiter.

Gleichzeitig treibt Leinfelden-Echterdingen die Weiterentwicklung bestehender Gewerbegebiete voran: durch Aufwertung, Nachverdichtung, neue Flächen für Unternehmen und Start-ups sowie die Vermeidung von Leerständen.

„Wir brauchen beides: starke bestehende Standorte und langfristige Perspektiven für neue Ansiedlungen“, betont Ruppaner. Die Rötlesäcker blieben dabei fest im Blick.

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